01 – Hinrichs


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Create Date 16. January 2018
Last Updated 16. January 2018
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In einer Waldlandschaft ist die räumliche Gliederungseinheit der durch unterschiedliche Standortsbedingungen und durch Unterschiede in der historischen Nutzung gekennzeichnete Einzelbestand. Daher sind Planungen auf Waldlandschafts- und Bestandesebene untrennbar miteinander verbunden. Jede Bestandesentwicklung ist durch eine Abfolge forstlicher Eingriffe und deren Auswirkungen auf das Ökosystem und den Betriebserfolg bestimmt. Diese Abfolge bezeichnen wir als Pfad. Eine Aufgabe der Forsteinrichtungsforschung besteht darin, Bestandesbehandlungspfade zu beschreiben und zu bewerten, mit dem Ziel, ein möglichst realistisches Gesamtkonzept für die Waldlandschaft zu entwerfen. In diesem Beitrag wird dementsprechend ein Modell zur automatisierten Pfadgenerierung für Mischbestände vorgestellt, das sich an der Entwicklung der Grundfläche und dem Mischungsanteil der Baumarten orientiert. Zur Fortschreibung des Wachstums wird das Einzelbaumwuchsmodell aus dem Simulator BWINPro verwendet. Die Pfade werden anhand des relativen natürlichen Bestockungsgrades, der den Zeitpunkt der Durchforstung bestimmt und der jeweiligen Durchforstungsstärke in Form der relativen Grundflächenentnahme definiert. Das Modell ist in einem speziellen Softwaremodul (STAG) implementiert und wird am Beispiel von zwei Buchen-Fichten-Mischbeständen erläutert. Für beide Bestände, die sich hinsichtlich ihres Ausgangszustandes nur leicht unterscheiden, werden für zwei Waldentwicklungstypen, bei gleichen Restriktionen, die dem Modellansatz entsprechenden gültigen Pfade erzeugt. Die Ergebnisse belegen die grundlegende Funktionstauglichkeit des Modells in Hinblick auf seine Nutzung als Komponente für ein Entscheidungsunterstützungssystem zur Optimierung der Waldentwicklung auf Betriebsebene.

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