02 – Bormann


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Create Date 5. November 2016
Last Updated 5. November 2016
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Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Auftreten von Mitnahmeeffekten bei der Inanspruchnahme von Förderungen der Maßnahmen Waldumbau und Jungbestandespflege innerhalb der Entwicklungs - programme zur Förderung des ländlichen Raums. Die vorgestellten Ergebnisse wurden im Rahmen der Halbzeitbewertung der Entwicklungsprogramme der Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen/Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen gewonnen.

Zunächst erfolgt eine grundsätzliche Diskussion zur Einordnung der betrachteten Fördertatbestände als Subvention bzw. Nichtsubvention. Die Einordnung orientiert sich am Vorgehen im Subventionsbericht des Instituts für Weltwirtschaft Kiel. Beide hier betrachteten Fördertatbestände werden als Subvention eingeordnet. Daran anschließend wird die Anreizlogik von Förderprogrammen dargestellt und erläutert und anhand dessen der Begriff „Mitnahmeeffekt“ definiert. Zur Einschätzung des Auftretens von Mitnahmeeffekten werden Befragungen von Zuwendungsempfängern und Betreuungsförstern ausgewertet. Die Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Mitnahmeeffekten erfolgt anhand einer „Indizienkette“. Für den Aufbau der „Indizienkette“ wurden drei Fragen gestellt.

Zunächst wurde gefragt, was auf den geförderten Flächen passiert wäre, wenn es keine Förderung gegeben hätte. Die Frage ist die entscheidende für die Beurteilung der ungefähren Höhe der Mitnahmeeffekte. Die weiteren Fragen dienen, im Sinne der „Indizienkette“, zur Plausibilisierung der Ergebnisse. Als weiteres wurde nach den Gründen für die Durchführung der Maßnahme gefragt. Abschließend wurde abgeschätzt, welche Bedeutung die Förderung für die Durchführung des jeweiligen Maßnahmentyps insgesamt hat und ob sich ohne Förderung durchgeführte Maßnahmen von mit Förderung durchgeführten unterscheiden. Zusammenfassend deutet die gebildete „Indizienkette“ bei der Maßnahme Waldumbau nur auf geringe Mitnahmeeffekte hin, während sie bei der Maßnahme Jungbestandespflege auf deutlich höhere Mitnahmeeffekte hinweist.

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