04 – Hein


TitelAuswirkung der Z-Baum-Auslesedurchforstung auf Wachstum, Sortenertrag und Wertleistung im europäischen Fichten-Stammzahlversuch (Picea abies [L.] Karst.) in Südwestdeutschland
AutorS. HEIN, S. HERBSTRITT und U. KOHNLE
HeftAFJZ 2008 - Heft 10&11
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Create Date18. May 2017
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Zusammenfassung

Anhand der südwestdeutschen Versuchsflächen des Europäischen Stammzahlversuchs wurden die Auswirkungen einer ZBaum- Auslesedurchforstung auf Wachstum und wirtschaftlichen Ertrag der Fichte (Picea abies (L.) Karst.) untersucht. Bei gleicher Ausgangsbaumzahl von 2500 Fichten je Hektar wurden undurchforstete Versuchsfelder mit Versuchsfeldern verglichen, auf denen ab einer Oberhöhe von 10,0 m eine Z-Baum-orientierte Erstdurchforstung durchgeführt worden war. Die durchforsteten Felder wurden nochmals bei einer Oberhöhe von 12,5 und 15,0 m durchforstet (sog. Variante mit früher Reduktion auf Endbaumzahl), oder mit Durchforstungen bei 20,0 und 22,5 m freigestellt (sog. Variante mit später Reduktion auf Endbaumzahl). Der Verzicht auf Durchforstung führte über den gesamten Beobachtungszeitraum von ca. 30 Jahren zu einer starken Abnahme der Einzelbaumstabilität mit hohen hd-Verhältnissen der herrschenden Fichten. Die beiden durchforsteten Varianten zeigten im Vergleich zu den undurchforsteten Feldern eine leichte Reduktion der Gesamtwuchsleistung an Volumen. Der mittlere Brusthöhendurchmesser der Vornutzungen lag auf den durchforsteten Feldern beträchtlich über demjenigen der undurchgeforsteten Felder, da hier nur Fichten über die natürliche Mortalität ausgeschieden waren. Der diskontierte Nettoerlös der durchforsteten Felder lag für die Variante mit später Reduktion auf die Endbaumzahl am höchsten. Es ist jedoch zu erwarten, dass bei frühen und zugleich dauerhaft weitergeführten Durchforstungen die offensichtlichen Vorteile beider hier gezeigten Durchforstungsvarianten gleichzeitig erreicht werden können.

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