03 – Seitz


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Create Date 17. May 2017
Last Updated 17. May 2017
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Lange Zeit wurden bei Gehölzpflanzungen außerhalb des besiedelten Bereichs fast ausschließlich gebietsfremde Provenienzen verwendet. Während das Gesetz über forstliches Vermehrungsgut die Anzucht und das Inverkehrbringen der meisten Forstbaumarten regelt, gibt es für Straucharten keine entsprechenden Vorgaben. Nach Art. 8h der Biodiversitätskonvention und § 41 Bundesnaturschutzgesetz sind jedoch Beeinträchtigungen durch gebietsfremde Pflanzen zu vermeiden. Durch die Verwendung gebietseigener Gehölze können entsprechende Risiken verringert werden.

Die Identifikation und Ausweisung geeigneter Erntebestände gebietseigener Gehölze ist eine wesentliche Voraussetzung für gesicherte Herkunftsnachweise, die unter anderem auch in Zertifizierungssystemen benötigt werden. Hierzu wird eine Methode vorgestellt, die in Brandenburg für einheimische Straucharten erfolgreich erprobt worden ist. Diese umfasst die Identifikation (Abb. 1) und Kartierung von Erntebeständen mittels eines standardisierten Erfassungsbogens (Abb. 2). Merkmale, die zu einer Aufnahme eines Gehölzbestandes in das Ernteregister führen, sind: a. Indigenat der vorkommenden Gehölzarten, b. hohes Alter der Bestände und c. ein Minimalabstand von 300 m zu gebietsfremden oder unbekannten Herkünften. Weiterhin werden die Erreichbarkeit der Bestände und die Populationsgröße der vorkommenden Arten bewertet, da sie die Qualität der Erntebestände wesentlich beeinflussen.

Bislang wurden 177 Erntebestände von insgesamt 61 Gehölzsippen in einem geografischen Informationssystem erfasst. Die Lage und Verteilung der Erntebestände wird in Abb. 3 dargestellt. Die Datenbank enthält unter anderem Angaben zur Lage und Erreichbarkeit der Bestände, zu vorkommenden Arten und deren Populationsgrößen sowie zum Schutzstatus und zu Eigentumsverhältnissen. Als Resultat liegt ein Ernteregister herkunftsgesicherter Gehölzbestände vor, das von allen interessierten Baumschulvertretern genutzt werden kann.

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