02 – Kleinn


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Create Date 9. May 2017
Last Updated 9. May 2017
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Waldinventuren sind komplexe Projekte, in denen Walddaten erhoben und zu Information konvertiert werden. Diese Daten und Information dienen als Grundlage für vielfältige Arten von waldbezogenen betrieblichen und politischen Entscheidungen und als Input zur Bearbeitung von Forschungsfragestellungen. Waldinventuren finden auf lokaler, sub-nationaler, nationaler, und überregionaler Ebene statt und betrachten den Wald oft gleichzeitig als Ressource und als Ökosystem. Trotz der klaren Orientierung von Waldinventuren hinsichtlich der Unterstützung von Entscheidungen konzentriert sich die Waldinventurforschung weitgehend auf statistische und technische Fragestellungen zur Effizienzsteigerung der Datenerhebung, zur Verbesserung von Datenqualität und -quantität und zur Verbesserung von Modellen. Die grundlegende Annahme dabei scheint zu sein, dass bessere Information zu besseren Entscheidungsprozessen und auch zu besseren Entscheidungen führt. Es gibt nicht viele Studien, die diesen Zusammenhang tatsächlich systematisch untersuchen. In diesem Beitrag besprechen wir eine Reihe von Aspekten, die in diesem Zusammenhang relevant sind und beziehen uns dabei auf großräumige Waldinventuren. Eine der Schlussfolgerungen ist die Empfehlung, dass sich die Inventurforschung auch (!) mit Ansätzen befassen möge, wie eine systematische Wirkungsanalyse von großräumigen Waldinventuren umzusetzen ist. Nur dann kann beurteilt werden, in welchem Maße eine Inventur die gesetzten Ziele erfüllt hat und zu welchen weiteren – möglicherweise ungeplanten – Verwendungen der Information es schließlich kam. Es ist anzunehmen, dass ein solches regelmäßiges „impact assessment“ auch die technische Entwicklung von großräumigen Waldinventuren befördert.

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