02 – Höller


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Create Date 30. October 2016
Last Updated 30. October 2016
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Schneegleiten ist eine Translation der Gesamtschneedecke auf dem Untergrund. Eine glatte Bodenoberfläche sowie eine Nassschnee-Grenzschicht an der Basis der Schneedecke begünstigen das Gleiten. Intensive Gleitbewegungen beinträchtigen Aufforstungen und sind häufig für den Ausfall von Jungpflanzen verantwortlich. Gleitschutzmaßnahmen können dazu beitragen hohe Gleitraten zu verringern und Aufforstungen zu schützen.
Ziel dieser Arbeit war die Erstellung eines einfaches Schemas mit dem – mittels nur weniger und im Gelände leicht erhebbarer Parameter – die Intensität des Schneegleitens für unterschiedliche Standorte bestimmt und bei Aufforstungen an schneegleitgefährdeten Standorten die zweckmäßigste Schutzmaßnahme ermittelt werden kann.
Es wurden 4 Intensitätsstufen des Gleitens festgelegt. Geringes Gleiten (Stufe 1; Gleitraten <1,5 mm/Tag) beschränkt sich vor allem auf Standorte in schattseitigen, zentralalpinen Lagen. Hohe Bewegungen (Stufe 3, Gleitraten <30 mm/Tag) können in allen drei Zonen auftreten, insbesondere wenn an diesen Standorten geringe Bodenrauigkeiten vorkommen (maximale Höhe der Hindernisse 0,2 m) und die Neigung zumindest 30° beträgt. Demgegenüber sind sehr hohe Gleitbewegungen (Stufe 4, Gleitraten >30 mm/Tag) vor allem in südexponierten, schneereichen randalpinen Lagen zu finden.
Gleitschutzmaßnahmen werden insbesondere auf jenen Standorten notwendig sein, die durch hohes bis sehr hohes Gleiten (Stufen 3 und 4) charakterisiert sind.

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