02 – Beinhofer


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Create Date 17. May 2017
Last Updated 17. May 2017
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Das Ziel dieser Untersuchung war die Ermittlung optimaler Umtriebszeiten für Fichtenbestände unter Einbeziehung des Risikos des Bestandesausfalls und von Holzpreisschwankungen. Die Umtriebszeitoptimierung erfolgte sowohl über Annuitäten, als auch über eine Risikonutzenfunktion für risikoaverse Entscheidungsträger.

Basierend auf den vom Waldwachstumssimulator SILVA gelieferten Bestandesdaten erfolgte die Ermittlung der Sortimente mit Hilfe von BDAT um die verbleibenden und die ausscheidenden Bestandesteile bewerten zu können. In der Kalkulation wurden die Einzahlungen der Holzerntemaßnahmen mit schwankenden, zufallsbehafteten Holzpreisen ermittelt. Daneben wurden zwei verschiedene Risikoszenarien für den Bestandesausfall berücksichtigt. Für Umtriebszeiten zwischen 25 und 140 Jahre wurden so die Annuitäten im Rahmen einer Monte-Carlo-Simulation in 10.000facher Wiederholung für Zinssätze zwischen 0% und 4% berechnet. Mit diesen Daten konnten Umtriebszeiten mit maximaler Annuität und über die Risikonutzenfunktion nutzenmaximale Umtriebszeiten für risikoaverse Entscheider ermittelt werden.

Es zeigte sich, dass die Umtriebszeiten mit maximaler Annuität ohne Berücksichtigung des Ausfallrisikos je nach Zinsforderung zwischen 45 und 120 Jahren liegen. Unter Einbeziehung des Ausfallrisikos liegen die optimalen Umtriebszeiten zwischen 45 und 80 Jahren. In 6 der 15 betrachteten Varianten reduzierte sich die optimale Umtriebszeit durch die Einbeziehung des Ausfallrisikos, bei den anderen blieb sie gleich. Bei der Optimierung der Umtriebszeit über die Risikonutzenfunktion stellte sich entgegen den Erwartungen heraus, dass gleiche oder längere Umtriebszeiten als bei der Maximierung der Annuität vorteilhaft sind. Insgesamt zeigte sich, dass die heute verwendeten Umtriebszeiten nach finanziellen Kriterien deutlich zu lang sind.

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