01 – Job


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Create Date 30. October 2016
Last Updated 30. October 2016
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Diese Studie betrachtet die regionalwirtschaftlichen Opportunitätskosten, d.h. die entgangene Wertschöpfung einer alternativen Landnutzung des Gebietes des heutigen Nationalparks Bayerischer Wald in Form von forstwirtschaftlicher Nutzung samt Weiterverarbeitung in der Sägeindustrie im Vergleich zum Naturtourismus. Je nach angenommenen Holzmengen, die auf dem Nationalparkgebiet nachhaltig zu ernten wären (150.000 bis 175.000 Fm), unterstellten Rundholzpreisen (40 bis 80 /Fm), variablen Schnittholzpreisen (120 bis 200 /m3) sowie der sägestrukturbedingten Wertschöpfungsquote belaufen sich die Opportunitätskosten auf eine Bandbreite von 4,98 und 10,76 Mio. pro Jahr. Vergleicht man diese Opportunitätskosten mit der Wertschöpfungsleistung des Nationalpark induzierten Tourismus von jährlich 13,5 Mio. ist festzuhalten, dass (jeweils auf der ersten Wertschöpfungsstufe) der Nationalparktourismus fast immer mehr Wertschöpfung generiert. Aus regionalwirtschaftlichem Blickwinkel ist dies umso mehr gegeben, da die Gewinne staatlicher Forstbetriebe fast sämtlich aus der Region abfließen und nicht in weiteren Wirkungsrunden regional als zusätzliche Kapitalinputs wirken. Zudem wird nur etwas mehr als ein Drittel des in der Region geschlagenen Holzes auch dort weiterverarbeitet. Demzufolge erscheint die Landnutzung „Nationalpark mit strengem Naturschutz“ als ökonomisch vorteilhafte Variante – zumal intangible Nutzenkomponenten des Nationalparks Bayerischer Wald in dieser Analyse nicht berücksichtigt wurden.

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