002 – Fischer


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Create Date 31. July 2016
Last Updated 31. July 2016

Die vorliegende Untersuchung hat zum Ziel für Niedersachsen wichtige Kenngrößen aus den Bundeswaldinventuren 1–3 zu berechnen und gegenüberzustellen. Folgende Ergebnisse wurden erzielt:
(1) Die Waldfläche hat seit 1987 um 69.000 ha zugenommen (Tab. 3).
(2) Die Baumartenzusammensetzung des Haupt - bestandes zeigt eine leichte Verschiebung in Richtung Laubholz. Beim Nadelholz erfolgte seit 1987 ein Anteilsrückgang von über 60% auf 56%, beim Laubholz entsprechend eine Zunahme von 40% auf 44%. Fichte und Kiefer weisen die höchsten Anteilsrückgänge auf (Tab. 4).
(3) Beim Laubholz ist seit 1987 ein deutlicher Flächenrückgang in der ersten Alterklasse (< 20 Jahre) fest - zustellen, demgegenüber haben sich die Flächenanteile in der achten und neunten Altersklasse (> 140 Jahre) verdoppelt. Beim Nadelholz sinkt der Flächenanteil in den ersten beiden Altersklassen (< 40 Jahre) deutlich, wohingegen die Flächenanteile der dritten und vierten Altersklasse (40–80 Jahre) stark zunehmen (Abb. 2). (4) Die Vorräte je Hektar sind von 194 m3/ha im Jahr 1987 auf 292 m3/ha im Jahr 2012 angestiegen. Bei allen Baumartengruppen ist eine kontinuierliche Steigerung der Vorräte auszumachen. Bei den Laubholzarten liegen die Anstiege im Bereich von 50–80 m3/ha, bei den Nadelbäumen erreichen sie bis zu 170 m3/ha (Abb. 3). (5) Die Nutzungsmenge in der zweiten Inventurperiode (2002–2012) hat sich im Vergleich zur ersten Inventurperiode (1987–2002) bei allen Baumarten, vor allem aber im Nadelholz, deutlich erhöht. Insgesamt hat der jährliche Einschlag von 6,5 m3/ha auf 8,5 m3/ha, der jährliche Gesamteinschlag von 5 Mio. m3 auf 8,3 Mio. m3 zugenommen. Der jährliche Zuwachs hat sich zwischen den Inventurperioden bei keiner Baumart verändert und liegt insgesamt bei 10 m3/ha. Der jährliche Gesamtzuwachs weist eine leichte Zunahme von 11,2 Mio. m3 auf 11,6 Mio. m3 auf (Abb. 4, Tab. 5). (6) Die Zusammensetzung der Gehölzverjüngung zeigt seit 1987 eine deutliche Verschiebung Richtung Laubholz. Der Anteil der Laubholzarten hat von 57% auf 88% zugenommen. Die Anteilserhöhungen sind bei Buche und Edellaubholz besonders ausgeprägt, beim Nadelholz zeigen Fichte und vor allem Kiefer starke Rückgänge (Abb. 5). Mit Blick auf die Ansprüche einer multifunktionalen Nachhaltigkeit werden die Ergebnisse als größtenteils positiv bewertet.

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