04 – Röhle


TitelBeziehungen zwischen Klima und Zuwachs, dargestellt am Beispiel von Fichte, Kiefer und Buche in Sachsen
AutorH. RÖHLE, D. GEROLD und R. GEMBALLA
HeftAFJZ 2010 - Heft 1&2
File Size1.39 MB
Create Date9. May 2017
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Zusammenfassung

Am Institut für Waldwachstum und Forstliche Informatik der TU Dresden wurden die Beziehungen zwischen Klima und Zuwachs der Baumarten Fichte, Kiefer und Buche in Sachsen untersucht. Als Datengrundlage der Modellierung dienten standardisierte Radialzuwachschronologien von insgesamt 24 Probestandorten sowie regionalisierte und homogenisierte Klima- und Bodenwasserhaushaltsdaten (Zeitraum 1951 bis 2006). Für die Simulation des Klimageschehens bis zum Jahr 2100 fand das IPCC-Szenario B1 Verwendung. Zur Simulation des Bodenwasserhaushalts diente das Programm COUPMODEL (SCHERZER und SCHULTZE, 2006).

Den Korrelationsanalysen zufolge bestehen zwischen den Klimavariablen und den Bodenvariablen z.T. sehr straffe Beziehungen, was die Anzahl von Variablen in einem multiplen linearen Regressionsmodell reduziert, da interkorrelierte Variable nicht gleichzeitig in einem Regressionsmodell akzeptiert werden.

Mit Hilfe schrittweiser Regressionsanalysen gelang für die Baumarten Fichte, Kiefer und Buche die Aufstellung von Modellen zur Beschreibung der Standort-Zuwachsbeziehung. Dies belegen Bestimmtheitsmaße, die für die drei genannten Baumarten über 0.5 liegen, mithin also mehr als 50% der Streuung der Radial-Zuwachschronologien durch Klima- und Bodenwasserhaushaltsvariable erklären.

Im Prognosezeitraum bis zum Jahr 2100 entwickeln sich die Zuwachstrends der Baumarten Fichte, Kiefer und Buche höchst unterschiedlich: Während sich für Fichte die Konstellationen im Prognosezeitraum zunehmend problematisch gestalten und die Radial-Zuwachschronologien einen negativen Trend bis zum Jahr 2100 aufweisen, konnten für Kiefer, und mit gewissen Einschränkungen auch für Buche, keine negativen Auswirkungen der modellierten Klima- und Bodenwasserhaushaltswerte auf die Radial- Zuwachschronologien bis zum Jahr 2100 herausgearbeitet werden.

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