01 – Goulding


TitelForest Stewardship Council Certification of Industrial Plantation Forests
AutorC. J. GOULDING
HeftAFJZ 2006 - Heft 3&4
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Create Date16. January 2018
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Zusammenfassung

Der Handel in Nordamerika und Europa verlangt Holzprodukte, die zertifiziert sind, Produkte also, die aus Wäldern stammen, die unter bestimmten Vorgaben genutzt werden. Unter den zahlreichen Zertifizierungsschemas ist der Forest Stewardship Council (FSC) weltweit eines der verbreitetsten. Obwohl der FSC als Ideal Holzund Nichtholzprodukte aus ungleichaltrigen naturnah bewirtschafteten Wäldern anpreist, sind Zertifizierungen auch in intensiv genutzten Plantagenwäldern möglich. In Neuseeland sind mehr als 650,000 ha der gesamten Plantagenwaldfläche von 1.8 Millionen ha zertifiziert. Wie erwartet, betrifft die häufigste Forderung nach korrektiven Maßnahmen Probleme des Umweltschutzes. In der jüngeren Vergangenheit hat der gesellschaftspolitische Aspekt dort an Bedeutung gewonnen, wo der Niedergang bzw. die Schwächung eines Industriezweiges sich auf die Beschäftigung auswirkte, besonders in Gegenden, wo die Bevölkerung von der Forstwirtschaft abhängig ist. Es wird erwartet, dass die Ureinwohner Neuseelands zukünftig die Haupteigentümer der Plantagenwälder werden. Damit nimmt die Bedeutung derjenigen Zertifizierungskriterien zu, deren Gegenstand das Recht indigener Völker zur Nutzung ihrer Wälder ist. Es ist selten, dass zertifiziertes Rundholz eine Sondervergütung bzw. einen Zusatzgewinn erzwingen kann. Die Kosten der Einhaltung der Zertifizierungskriterien können dagegen beträchtlich sein. In diesem Zusammenhang kann die Waldforschung helfen, modifizierte Plantagen-Managementsysteme zu entwickeln, die stets gewinnbringend, aber auch sozialverträglich und umweltfreundlich sind. Gleichzeitig sollte die Forschung neue methodische Grundlagen schaffen, die eine zutreffendere Bewertung der sozial- und umweltökonomischen Aspekte der Waldnutzung ermöglichen.

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