02 – Milad


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Create Date 30. October 2016
Last Updated 30. October 2016
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Naturschutz und Forstwirtschaft sehen sich durch den Klimawandel neuen, gemeinsamen, aber auch fachspezifischen Herausforderungen ausgesetzt, was zur Diskussion und Planung von Anpassungsmaßnahmen führte. Während Arealverschiebungen und lokale Veränderungen der (Wald-)Artenzusammensetzung sowohl konservierende Schutzansätze als auch die waldbauliche Baumartenwahl erschweren können, birgt die projizierte Zunahme von Extremereignissen ins - besondere für die Forstwirtschaft Risiken. Wir analy - sieren forst- und naturschutzfachliche Veröffentlichungen aus dem Zeitraum 2000 bis 2011 sowie die Ergebnisse eines Work shops mit Experten aus Forstwirtschaft und Naturschutz hinsichtlich der Fragen, (i) welche Maßnahmen zur Anpassung von Wäldern an den Klimawandel mit Bezug zu waldnaturschutzfachlichen Zielsetzungen derzeit in Forstwirtschaft und Naturschutz diskutiert und (ii) welche Gemeinsam - keiten und Unterschiede dabei zwischen den Aussagen der Vertreter von Forstwirtschaft und Naturschutz erkennbar werden. Unterschiede bestehen bezüglich der Handlungsfelder und den damit verbundenen räumlichen Bezugsebenen. In den forstlichen Veröffent - lichungen bilden die Baumartenwahl und der Umbau risikoreicher Bestände, somit die Betriebs- oder Bestandsebene, einen Schwerpunkt. Naturschutzfachliche Veröffentlichungen thematisieren häufig Schutzgebiete und Biotopverbund, die besonders angesichts des Klimawandels eine größere räumliche Bezugsebene erfordern (z. B. Landschaft). Gemeinsam ist den forstlichen und naturschutzfachlichen Publikationen das Thema Vielfalt, welches auf unterschiedlichen räumlichen sowie inhaltlichen Ebenen angesiedelt sein kann (z. B. Biodiversität, Vielfalt im Handeln). Die Berücksichtigung von Vielfalt kann daher als Ansatzpunkt für eine gemeinsame Anpassungsstrategie verstanden werden. Zukünftige Herausforderungen bestehen v. a. darin, wirtschaftliche und naturschutzfachliche Ziel - setzungen aufeinander abzustimmen. Einzelne Be - wirtschaftungs- und Schutzansätze und somit auch Anpassungsmaßnahmen sollten zeitlich und räumlich eingeordnet und in ein übergeordnetes, adaptives Managementkonzept eingebunden werden, welches die Möglichkeit bietet, Anpassungsmaßnahmen sowie mit ihnen verbundenes Wissen zu evaluieren und weiterzuentwickeln.

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