04 – Sander


TitelExotic Coniferous Trees in Estonian Forestry after 1918
AutorH. SANDER and T. MEIKAR
HeftAFJZ 2009 - Heft 7&8
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Create Date10. May 2017
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Zusammenfassung

Der Beitrag erläutert aufgrund von Literatur und Archivangaben die Verwendung fremdländischer Nadelgehölze in den estnischen forstlichen Kulturen von 1918 bis zum heutigen Tag. Man hat in Estland beim Anbau fremdländischer Arten in forstlichen Kulturen ca. 100 Arten aus 11 Gattungen geprüft. Darunter haben die Europäische Lärche (Larix decidua), die Sibirische Lärche (L. sibirica) und in geringem Grade die Douglasie (Pseudotsuga men - ziesii) eine praktische Bedeutung gehabt. In Estland hat man mehr als 3500 ha Lärchenkulturen begründet, von denen ungefähr 1000 ha erhalten blieben. Ebenso kann man heute einige kleinere Bestände der Tannen und der Küsten-Kiefern (oder Dreh-Kiefern) und Baumgruppen von anderen fremdländischen Baumarten finden. Die fremdländischen Arten werden heute beim Anlegen forstlicher Kulturen nicht mehr verwendet, weil sie in der Regel im Vergleich zu den einheimischen Nadelbäumen sowohl im Wachstum als auch im Holzwert zurückbleiben. Dennoch werden sie (die Lärchenarten, die Douglasie, die Dreh-Kiefer u.a.) für vielversprechende Pionierarten gehalten, wobei sie bei der Aufforstung von Bauern- und Brachländereien, die extreme Wachstumsbedingungen besitzen, wie zum Beispiel erschöpfte Ölschieferbecken und Phosphorit - gruben, verwendet wurden.

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